Alexa Hennig von Lange –

Lebenslauf

Collage mit Pressefotos von Alexa Hennig von Lange

Fotos © Marcus Höhn / Christoph Klenzendorf / Susanne Schleyer / Joachim Giesel / Oliver Mark, Vanity Fair / Jim Rakete, Freundin / Andreas Knoche / Thomas Ecke

1973 in Hannover geboren, gehört Alexa Hennig von Lange zu den erfolgreichsten Autorinnen ihrer Generation. Bereits mit acht Jahren beginnt sie zu schreiben. Es geht um Kinder, die sich im Wald verirren, nur noch ein Käsebrot in der Tasche haben und nicht wissen, wie sie wieder nach Hause kommen sollen. Mit 13 Jahren verfasst Alexa erste Kurzgeschichten, in denen es hauptsächlich um das Thema „Kindheit“ geht. 1986 ist sie eine der Preisträgerinnen im NDR-Schreibwettbewerb „Kinder schreiben für Kinder“ und darf ihre Geschichte „Esabeth“ im Radio vorlesen.
Für Alexa steht fest: Sie möchte Schriftstellerin werden. Nach der Schule tippt sie ihre Geschichten, die stetig länger werden. Immer wieder geht es um Abschied von der Kindheit, „Ablösung“ vom Elternhaus. Durch die Romane „Der Fänger im Roggen“ von J.D. Salinger und „Jack der Bär“ von Dan McCall, erkennt Alexa, dass es wichtig ist, eine eigene Sprache zu finden, um das, was sie beschäftigt, so festzuhalten, dass es für den Leser erlebbar wird. Auf diese Weise bildet sich über die Jahre Alexas sehr eigener, sehr persönlicher Erzählstil, der sich durch all ihre Romane zieht. Manchmal ist der Ton leichter, humorvoller, wie in „Ich habe einfach Glück“ ( ausgezeichnet mit dem deutschen Jugendliteraturpreis 2002), dann wieder ernster, poetischer, wie in „Woher ich komme“ (2003).
Nach dem Abitur lebt Alexa in verschiedenen Wohngemeinschaften in Hannover. Unter anderem mit einer Schauspielerin vom Schauspielhaus Hannover und einer Bühnenbildnerin. Alexa interessiert sich zunehmend für das Theater und beginnt selber Stücke zu schreiben.
Mit 21 Jahren zieht Alexa nach Berlin um, um dort als Cutter-Assistentin für die Markus-Peichl-Produktion „Das wahre Leben“ zu arbeiten. Gleichzeitig ist sie als Model bei der Berliner Modelagentur „Viva“ unter Vertrag. Ein Jahr später wird ihr die Moderation der Kindersendung „BimBamBino“ auf Kabel 1 angeboten. Alexa zieht nach München. In dieser Zeit verfasst sie ihren ersten Roman und Bestseller „Relax“, in dem es um ein junges Paar im Rausch der neunziger Jahre zwischen Existenzängsten, Drogen, Freundschaften, Sex und Liebe geht. Bevor der Roman 1997 erscheint, geht Alexa nach Hamburg, um dort mit dem Drehbuchautor und Fernsehregisseur Andreas Senn „Relax“ zum Drehbuch umzuarbeiten. Im Laufe der nächsten Jahre wird das Drehbuch mehrfach an Filmproduktionen verkauft, doch der Stoff scheint zu unkonventionell, um ihn verfilmen zu können. Es folgen die Romane „Ich bin´s“ (1999), „Ich habe einfach Glück“ (2001), „Lelle“ (2002), „Woher ich komme“ (2003), „Erste Liebe“ (2004), „Mira reicht`s“ (2004), „Warum so traurig“ (2005), „Mira schwer verliebt“ (2006), „Risiko“ (2007) und „Leute, ich fühle mich leicht“ (2008). Alexas Romane wurden in viele Sprachen übersetzt. Außerdem ist sie als Theaterautorin für die Berliner Volksbühne („Flashback“, 1998), das Junge Theater in Göttingen („Faster Pussycat! Kill! Kill!, 2001) und für das Schauspielhaus Hannover (Baal und ich (2001), Ich habe einfach Glück (2003)) tätig. Ihr Theaterstück „Ich habe einfach Glück“ wird über mehrere Jahre in Hannover gespielt. Aber auch in vielen Anthologien sind Erzählungen von Alexa zu finden. Für die Brigitte Young Miss führte sie ab 2003 zwei Jahre lang mit jungen Künstlern wie Jessica Schwarz und Robert Stadlober Interviews über deren Kindheit und Jugend. Seit 2005 schreibt sie für UNICUM die Kolumne „Erwachsen werden mit Alexa...“. Von 2007 bis 2008 war sie für den Kulturteil des internationalen Mode & Lifestyle-Magazin Qvest verantwortlich. Außerdem ist sie seit 2007 als Kolumnistin für das Schweizer Mode & Lifestyle-Magazin Bolero tätig und hat eine eigene Radiosendung auf quu.fm.
Alexa lebt mit ihren beiden Kindern Mia-Louise (*1999) und Pontus Peter Gabriel (*2002) in Berlin.